Via Ferrata di Badde Pentuams
Toureninfo

Topos
Standort / Karte
Tourenbeschreibung
Beeindruckender Schluchtklettersteig inmitten des Supramonte von Oliena. Diese eindrucksvolle Ferrata führt die steilen Felsbänder der Schlucht auf ein karstiges Plateau hinauf, wo man die Aussicht auf das östlich liegende Lanaithotal genießen kann. Weder Zustieg noch Abstiegsweg sind offiziel gekennzeichnet, was dieses Ferrata zu einem einsamen Abenteuer macht.
1. Teil: Zunächst ein kurzer Aufschwung (B/C). Das Seil ist ganz unten nicht fixiert, sondern nur durch den daran montierten großen Ast gespannt. Danach ein markantes, breites, unversichertes Felsband nach rechts. Nach dem ersten Felsband links nach oben über ein kurzes, versichertes Felsstück, anfangs (B/C) danach nur noch (B). Es folgt eine kurze, aber steile und erdige Wegpassage. Der Steig führt links weiter in das zweite Felsband.
2. Teil: Ein Baum, bei dem ein Stein in ein Astloch eingeklemmt ist, kennzeichnet den Beginn der zweiten, versicherten Bandquerung, anfangs leicht und fast durchgehend versichert (A). Es folgt eine kurze, sehr ausgesetzte Querung (B/C). Danach wieder leichter (A) bis zu einer weiteren, extrem ausgesetzte Querung (C). Bei dieser Querung besteht die Versicherung nicht mehr aus einem Drahtseil, sondern einer Metallkette. Nach der Querung geht es in die vertikale Schlüsselstelle, eine nahezu senkrechte Felswand mit einzelnen Trittbügeln (D). Danach nochmal eine Querung (B) und eine letzte Felsstufe, wieder mit einer Kette gesichert (C)
Komplette Klettersteigausrüstung und Helm
Stahlseil, teilweise Kette statt Stahlseil, ungesicherte Gehpassagen, Trittbügel in der Schlüsselstelle
Der Klettersteig scheint nicht offiziel erhalten zu werden, daher sollte man sich bei der Begehung vom Zustand der Versicherungen selbst überzeugen.
eine Felspassage D, sonst vor allem B/C
Sollten die bei unserer Begehung vorhandenen Textilseile im Zu- und Abstieg nicht vorhanden sein, wären zwei Kletterpassagen im Schwierigkeitsgrad 1+ (Klemmbock beim Zustieg) und 2+/3- (Felspassage beim Abstieg) zu überwinden.
Vom Parkplatz geht es in Richtung Westen auf einem nicht markierten Wanderweg in den Wald hinein. Diesem folgt man bis in das Flussbett des Riu su Boccaportu. Von hier an geht es immer das Flussbett entlang bis zum Einstieg des Klettersteigs. Der Weg ist weiterhin nicht nicht markiert aber mit vielen Steinmännern gekennzeichnet. Man kommt zu einem riesigen Klemmblock, den man rechts umklettern muss (zur Hilfe gibt es ein Textilseil, ohne Seil ca. 1-2) . Man erreicht ein erstes, kleines Amphitheater, das Geröllfeld am Fuß dieses Amphietheaters lässt man links liegen und geht weiter schluchteinwärts. Nach einem weiteren Felsvorsprung präsentiert sich das beeindruckende zweite, große Amphiteater. Hier geht es nun links über einen deutlich ausgetretenen, von Steinmännern gesäumten Pfad das Geröllfeld hinauf zum Einstieg des Klettersteigs. Der Einstieg zum Klettersteig befindet sich am linken oberen Ende des Geröllfeldes und ist mit zwei überkreuzten Ästen, einem kleinen grünen Punkt an der Wand und der Beschriftung „K13“. gekennzeichnet.
Felsabstieg über das beim Zustieg beschriebene Knotenseil, das sich an der Stelle befindert, wo das Plateau die tiefste Ausbuchtung hat. Steinmänner weisen den Weg zum Abstiegspunkt entlang der Felskante. Die obere Feslpassage wäre ohne Seil wohl im Schwierigkeitsgrad 2-3. Danach geht es den erdigen Kessel hinunter, den 1. Teil des Klettersteigs wieder zurück bis zum Enstieg. Zurück geht es nun den gleichen Weg durch das Flussbett bis zum Parkplatz.
Eine ausführliche Tourenbeschreibung und weitere Fotos findet Ihr auf outdoorblog.viktoria-holler.at
Achtung beim GPX Track handelt es sich um eine ungefähre Angabe, die nachträglich erstellt wurde.
Ein schöner, tagesfüllender Ausflug ergibt sich aus einer Kombination dieses Klettersteigs mit einer Wanderung auf den Monte Tiscali. Besonders empfehlenswert ist die Besichtigung einer historischen Nuraghensiedlung in einer Doline nahe des Gipfels. Die gesamte Tour findet Ihr hier
04.01.2019
Ausgangspunkt / Anfahrt
Mit dem Auto von Oliena die SP46 in Richtung Osten fahren. Nach ca. 7 km rechts der Beschilderung zum Monte Tiscali folgend, die in das Lanaithotal führt. Die Straße ist anfangs asphaltiert, wird dann schottrig und führt weiter durch die Allee eines gut erkennbaren Olivenhains. Bei einer geht es entweder leicht rechts zur Rifugio Sa‘ Oche oder geradeaus Richtung Tiscali weitergeht. Man fährt geradeaus weiter, nach ein paar hundert Metern bei der ersten Waldausbuchtung auf der rechten Seite befindet sich eine Parkmöglichkeit.
Oliena - 339 m
40.24949272,9.491282701 - 161 m
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